„Komm rin und find widder raus!“

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„Sackgasse“, flüstert mir ein Mädchen im Entgegenkommen leise zu. Ich bedanke mich. Direkt hinter ihr mache ich kehrt. Ich versuche mein Glück an der nächsten Abzweigung. Drei von fünf Stationen sind noch offen auf meinem Zettel. Mein Wasservorrat wird allmählich knapp. Fast eine Stunde irre ich bereits umher. Soll ich das wirklich bis zum Ende durchziehen? Siegt der Ehrgeiz? Oder doch der Durst?

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Der Festival-Krimi von Wollmerschied

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Angespannt sitzen die Besucher zu Hause vor ihren Smartphones. Immer wieder aktualisieren sie die Website des Festivals. Losfahren und hoffen, dass sich das Blatt noch wendet? Oder abwarten, bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist? Die Autos sind zum Teil bereits gepackt, es kann jederzeit losgehen. Einige sind schon auf dem Weg nach Wollmerschied. Andere entscheiden sich, alternativ ein anderes Festival zu besuchen. Die Ungewissheit nagt an allen Beteiligten. Veranstaltern, Helfern, Künstlern, Besuchern.

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Das Warten auf den Regen

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Die Hitzewelle und die damit verbundene Dürre ist dieser Tage überall Gesprächsthema. Auch im Mittelrheintal und auf den Höhen von Taunus und Hunsrück sind die Auswirkungen zu erkennen. Die Natur und die Menschen lechzen nach Wasser, warten auf den Regen. Im Rhein lässt der niedrige Pegelstand Sandbänke und Felsformationen auftauchen, die zuvor in dieser Größe nicht sichtbar waren. Die Wiesen und Felder auf den Höhen sind gelb-braun statt satt-grün gefärbt. Es besteht erhöhte Waldbrandgefahr, weswegen das Tropen Tango Festival in Wollmerschied am vergangenen Wochenende um ein Haar abgesagt worden wäre. Zwar ging dort glücklicherweise alles gut, jedoch häufen sich in der Region die Meldungen von Flächenbränden.

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Zwei Brüder gegen den Mittelrhein-Dschungel

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Meterhohe Büsche und Bäume. Spitze Dornen, die sich mühelos durch die Kleidung bohren. Riesige Schieferbrocken. Extreme Steigung. Und dann auch noch alte Drähte, die zur Stolperfalle werden. Thomas und Martin Philipps, zwei Jungwinzer aus St. Goar, lassen sich davon nicht beeindrucken. Und abschrecken schon gar nicht. Die Brüder haben es sich zur Aufgabe gemacht, Weinberge, die zum Teil jahrzehntelang brach lagen, wieder zu rekultivieren. Der Erhalt der Kulturlandschaft im Mittelrheintal ist für die beiden eine Herzensangelegenheit. Aber auch ein Knochenjob, der explosive Funde zum Vorschein bringen kann.

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Stationen einer Flucht

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Wer Anas und Sonja gemeinsam in der Küche erlebt, könnte annehmen, die beiden seien Mutter und Sohn. Sie albern herum, necken sich gegenseitig, lachen zusammen. Obwohl Anas mittlerweile in Ingelheim wohnt, kommt er oft zurück nach Steeg, einem Ortsteil von Bacharach, um Sonja zu besuchen. Um mit ihr gemeinsam zu lernen. Oder einfach nur, um sie wiederzusehen. Anas hat in Steeg Freunde gefunden. Wenn er über die Straße geht, grüßen ihn die Leute, umarmen ihn, reden mit ihm. Er wird nirgendwo wieder so gut vernetzt sein, glaubt er.

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Wie Vulkankegel im Rauchgewand

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Wie kleine Vulkankegel stehen sie da. Mitten auf dem alten Sportplatz in Damscheid. Aus allen Löchern steigt heller Qualm auf. Schon nach wenigen Minuten stinkt die gesamte Kleidung nach Rauch. Interessieren tut das aber niemanden. Wenn imkern, Brennholz machen, jagen oder angeln nichts Besonderes mehr ist, beginnt man eben damit, seine eigene Holzkohle herzustellen. Das dachten sich zumindest einige Damscheider. Holzkohle im Supermarkt kaufen, wie alle anderen auch? „Ist doch langweilig!“, sagt Timo Hans und lacht.

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Die Hieroglyphen vom Mittelrhein

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Unzählige Male bin ich bereits an ihnen vorbeigefahren. Wohl in dem Wissen, wozu sie dienen. Jedoch nicht wissend, wie genau sie eigentlich funktionieren. Die Rede ist von den Lichtsignalen für die Rheinschifffahrt an der Loreley. Leuchtende Hieroglyphen für jene, die sie nicht deuten können. Eine Erklärung.

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Auf zu neuen Horizonten

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Das Horizonte Festival habe ich vor rund zehn Jahren zuletzt besucht. Damals kannte ich mit Ausnahme von Culcha Candela, die gerade ihren Durchbruch in Deutschland feierten, keine andere Band im Programm. Genauso erging es mir auch am vergangenen Wochenende. Indianergeflüster, eine junge Band aus dem Hunsrück, kannte ich. Die restlichen rund 30 Bands: eine akustische Reise ins Ungewisse.

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Der Macher von der Loreley

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Wenn Heinz Heil durch die Straßen von St. Goarshausen geht, hat er viel zu erzählen. Auch grüßt er beinahe jeden, der vorbeigeht. Er kennt sie fast alle. In der Altstadt kennt sich der 74-Jährige besonders gut aus. Die hat er nämlich gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Altstadt St. Goarshausen“ umgestaltet, die er 1995 mitbegründet hat. „Wenn ich was verändern will, muss ich meckern“, sagt Heil, als wir gemeinsam durch die Burgstraße gehen. Sie ist das Herzstück der Altstadt. Die Einheimischen nennen sie Gäsegasse, umgangssprachlich für Ziegengasse. Deshalb passt das mit dem meckern, sagt Heil.

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Wo der Sommer kein Ende hat

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Eigentlich wollte Sebastian Reifferscheid nur seinen 19. Geburtstag feiern. Und dem Sportverein, dessen Vorsitzender er gerade geworden war, ein bisschen Geld in die Kasse bringen. Ein kleines Musikfestival sollte es sein. Elektronische Musik. 200 bis 300 Gäste. Mehr würden wahrscheinlich sowieso nicht kommen. Am Ende waren es 1200 Menschen, die beim ersten Endless Summer Festival in Osterspai vor zehn Jahren dabei waren. Damit hatte niemand gerechnet. Auch nicht damit, dass das Festival mal zehnjähriges Bestehen feiern würde. Vergangenes Wochenende ist aber genau das passiert.

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Orte der Vertrautheit finden

von

Wo ich gebürtig herkomme, einer Region im Westerwald, gibt es keinen Fluss. Dort dominieren Wälder, Wiesen und Felder. Vielleicht zieht es mich deshalb auch immer wieder auf die Höhen des Rheintals, in den Taunus und den Hunsrück. Kurz mal abschalten vom Rhein. Eine kleine Portion vertrauter Landschaft zu mir nehmen. Den Ähren zusehen, wie sie im Kollektiv dem Wind trotzen. Deren Zusammenhalt lediglich die Fahrspuren der Traktoren brechen, die sich nahezu symmetrisch durch die Felder ziehen. Nur wenige Kilometer den Berg hinauf ist die Landschaft eine ganz andere. Das Grün der Weinberge weicht dem Gold-Braun der Wiesen und Felder. Nur manchmal, wenn die Bäume den Blick auf das Tal freigeben, blitzt der Rhein hervor. Als wolle er mir sagen: „Komm wieder herunter, du gehörst jetzt hierher.“

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Ein Ort des stillen Protests

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Würde man mich nach meinem ersten Besuch in Lorch fragen, was besonders ortsbildprägend für die Stadt ist, ich würde wahrscheinlich antworten, dass es die vielen Schilder und Plakate des Protestes gegen den Bahnlärm sind. In keinem anderen Ort im Oberen Mittelrheintal habe ich bisher so viele davon gesehen. Sie hängen an Balkons, Hauswänden, Gartenzäunen. „Nachtfahrverbote für Güterzüge – 22:00 bis 6:00 Uhr“, ist darauf meist zu lesen.

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Vater Rhein nimmt‘s einfach gelassen

von

Rhein in Flammen als das Event im Oberen Mittelrheintal zu bezeichnen, ist wohl kaum übertrieben. Egal, ob in Koblenz oder in Rüdesheim und Bingen. Die Menschen kommen zum Teil von weit her, um dieses Spektakel zu erleben. Und sie kommen in Scharen. Ich hatte das völlig unterschätzt. Die Parkplatzsuche in Bingen hielt mich so lange in Atem, dass ich beinahe zu spät zum Boarding am Schiff gekommen wäre. Bingen, eine riesige Blechwüste.

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Modellstadt aus Beton

von

Es gibt Dinge, die lassen sich nicht schön im Bild festhalten. Egal, aus welcher Perspektive. Der Rheinbalkon in St. Goar ist so ein Ding. So wie er sich derzeit ins Stadtbild einfügt jedenfalls. St. Goar ist gerade eine Mischung aus Baustelle, 70er-Jahre-Charme, Beton und bröckelndem Putz. Das soll sich ändern. St. Goar ist Modellstadt. Ein vom Bund gefördertes Investitionsprogramm für nationale Unesco-Welterbestätten macht‘s möglich. Passieren soll so einiges: Markt- und Lotsenplatz sollen neu gestaltet, Burg Rheinfels und Jugendherberge saniert werden. Und noch mehr. Was den Rheinbalkon betrifft, so sind die Kosten schon jetzt explodiert. Es kam zu Bauverzögerungen, und das Bauwerk, das wie der Bug eines Flugzeugträgers in den Rhein ragt, hat in der Bevölkerung anscheinend kaum noch Zustimmung. Ein Besuch in St. Goar.

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Es kann nur noch die eine geben

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Katz und Maus, Liebenstein und Sterrenberg, Rheinfels, Ehrenfels, Reichenstein. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich gedanklich den Rheinverlauf entlangfuhr, und versuchte, die Burgen im Tal den jeweiligen Orten zuzuordnen. Das hatte irgendwie was von einer Fleißaufgabe zu Schulzeiten.

„Kinder, bis Montag lernt ihr bitte alle Burgen im Oberen Mittelrheintal auswendig. Ich werde das abfragen.“

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„Setz dich bei, Schöppche trinke!“

von

Fähre fahren bedeutet Entschleunigung. Wenn du die Übersetzzeiten nicht kennst, wartest du. Immer. „Ich muss dringend zu einem Termin auf der anderen Seite“. Hat der Fährmann schon hundert Mal gehört. „Es geht um Leben und Tod“. Unwahrscheinlich. Glaubt der Fährmann nicht. Wann geht es schon wirklich mal um Leben und Tod? „Meine Frau liegt schwanger auf dem Rücksitz, wir müssen schnell ins Krankenhaus.“ Jetzt könnte der Fährmann schwach werden. Nicht jedoch, bevor er einen prüfenden Blick auf die Rücksitzbank geworfen hat. Liegt da keine Frau mit Presswehen, wartest du.

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Wie ich plötzlich am Felsen hing

von

Hoch motiviert und in voller Radmontur stehe ich im Innenhof der Burg, um festzustellen, dass außer mir niemand da ist. Das Burgtor ist verschlossen, ungewöhnlich an einem Sonntag. Ich rufe Klaus an, den Burgverwalter.

„Klaus, wo bist du?“

„Ich bin gerade in Ingelheim.“

„Und die Burg?“

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Bingen swingt, Bingen mosert

von

Ich habe keine Ahnung von Jazz. Was ich mit Jazz verbinde, sind Lisa Simpson und Zahnfleischbluter Murphy aus der Kultserie „Die Simpsons“. Von Dixieland hab‘ ich auch schon mal gehört. Und dann ist da noch dieses klischeebehaftete Bild von einer verrauchten Kellerbar, irgendwo in einer Seitenstraße von New York. Im blauen Dunst, vom Eingang aus kaum zu erkennen, spielt ein Jazz-Trio vor drei Gästen, die versprengt im Raum verteilt an verschiedenen kleinen runden Tischen sitzen. Und da hört’s dann auch schon fast auf. Wurde ich in der Vergangenheit in ein Gespräch verwickelt, wo Jazz plötzlich Thema war, habe ich stets mit einem Augenzwinkern beteuert, dass ich mir dieses Genre fürs Alter aufspare. Schließlich gilt es ja dann auch noch neue Musik zu entdecken. Und irgendwie habe ich damit natürlich suggeriert, dass Jazzhören etwas für ältere Menschen ist. Zeit, die Klischees abzustreifen. Mittendrin bei „Bingen swingt“.

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„Machbare Lösungen, statt Utopien“: MdB Carina Konrad im Interview

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Carina Konrad, FDP-Politikerin und Mitglied des Bundestages, bat mich vor einigen Wochen um ein Treffen auf der Burg. Als Bundestagsabgeordnete gehören auch Teile des Mittelrheintals zum Wahlkreis der Hunsrückerin. „Die Zukunft gehört denen, die etwas tun“, lautet der Leitspruch auf ihrer Website. Zu ihren Kernthemen gehören Landwirtschaft und Weinbau, Digitalisierung und Familie. Konrad selbst ist verheiratet und dreifache Mutter. Sie bewirtschaftet bis heute mit ihrer Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau und Viehzucht im Hunsrück. Vor dem Treffen hatte ich via Facebook dazu aufgerufen, mir eure Fragen an Carina Konrad zu schicken. Denn ihr wisst besser, wo es im Tal derzeit hakt. Ich maße mir nach zwei Wochen auf Burg Sooneck noch nicht an, das beurteilen zu können. Eure Fragen habe ich ihr dann natürlich auch gestellt. Und auch noch ein paar mehr.

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Das Paradies, wo man es nicht vermutet

von

„Gerhard, was macht denn der junge Mann da? Warum fotografiert der denn die Schaufenster und Klingelschilder?“

„Ich weiß es doch auch nicht, Hilde…“

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Manchmal muss man‘s einfach machen

von

Das haben wir schon immer so gemacht. Ein Satz, der viel mehr ist als bloß eine Floskel. Es ist eine Einstellung, die Stillstand verheißt. Eine Lebensart jener, die vielleicht Angst vor Veränderung haben. Oder derer, die einfach zu bequem geworden sind. Es ist eine Einstellung, die eine Region nicht voranbringen kann. Oder kleiner gedacht, einen Ort. In Steeg haben elf Mutige mit dieser Formal gebrochen. Sie haben das Weinblütenfest komplett umgekrempelt. Entgegen aller Widerstände.

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Loredry Gin: Ein Stückchen Heimat in der Flasche

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Kirschen vom Mittelrhein, Quellwasser von der Loreley und eine große Portion Heimatliebe. Das sind nur einige der Zutaten, die sich im Loredry Gin wiederfinden. Der Wacholderschnaps feiert seit einigen Jahren so eine Art Comeback. Vorbei sind die Zeiten, wo Gin Tonic als angestaubtes Lieblingsgetränk von „Queen Mum“ sein Dasein fristete. Drei Brüdern aus Münster-Sarmsheim bei Bingen kam daher die Idee, ihren eigenen Gin herzustellen. Ein Gin aus dem Mittelrheintal. Und für das Mittelrheintal. Gemeinsam mit Heinz-Uwe Fetz aus Dörscheid brennen Stefan (31), Andreas (28) und Markus (26) Wanning den Loredry Gin.

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Der Münchener, der fürs Mittelrheintal bloggt

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Die „7 Fragen“ sind schon jetzt so etwas wie sein Markenzeichen geworden. Die stellt Frank Zimmer regelmäßig den unterschiedlichsten Menschen aus dem Mittelrheintal. Politikern, Winzern oder Künstlern etwa. Und kürzlich auch mir. Jetzt wurde der Fragende zum Befragten.

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Angestaubt oder charmant, das ist hier die Frage

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Oberhalb von Boppard ist einer dieser Orte. Einer, wo die Zeit ein bisschen stehengeblieben ist. Davon soll es im Mittelrheintal einige geben. Von verschlafen und angestaubt ist dann die Rede. Ein gewisser Charme, ein Hauch Nostalgie geht von diesen Orten aus. Finde ich. Andere sehen das vielleicht anders. Knallrote Plastikstühle unter Sonnenschirmen einer regionalen Brauerei. Alles scheint irgendwie aus einer anderen Zeit zu stammen. Und wahrscheinlich tut es das auch.

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Keine Lust auf Ruhestand

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Im Ruhestand die Füße hochlegen, das kommt für Michael Dempe und Karl-Heinz Vaßen aus Rhens nicht in Frage. Die beiden kontrollieren nachts aber nicht die Straßenlaternen oder flämmen samstagmorgens mit einem Gasbrenner das Unkraut auf dem Gehweg weg. Nein, die rüstigen Rhenser haben sich ein ausgefalleneres Hobby ausgesucht. Sie produzieren Beiträge fürs Fernsehen und das Internet. In ihrer Freizeit und ehrenamtlich. Weit mehr als hundert Folgen sind in den vergangenen Jahren bereits zusammengekommen, gespickt mit unzähligen Beiträgen. „Wir in Rhens“ heißt das Format, die Themen reichen vom Vereinsfest bis zur Erschließung eines Neubaugebietes. Woher kommt diese scheinbar unerschütterliche Motivation?

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Doppelinterview mit „Wir in Rhens“

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Der erste Termin führte mich gleich ans andere Ende des Tals, nämlich nach Rhens. Michael Dempe und Karl-Heinz Vaßen hatten mich zum Interview für Wir in Rhens eingeladen. Seit mehr als zehn Jahren senden sie im Offenen Kanal OK4-TV Koblenz und im Internet. Sie berichten über aktuelle Themen aus der Stadt und der ehemaligen Verbandsgemeinde Rhens. Und das ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Wo ich dann schon mal da war, habe ich mit den beiden ebenfalls über ihre Arbeit gesprochen. Zu lesen gibt es die Geschichte bald hier im Blog.

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Und dann waren da plötzlich doch Details

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Die ersten Dinge, die man entdeckt, wenn man neu in eine Region kommt, sind wohl erst einmal die Offensichtlichen. Die Schiffe auf dem Rhein, sie geben mir Ruhe, wenn ich sie von den Steilhängen aus beobachte. Dann kommt die Bahn und es ist vorbei mit der Ruhe. Wie eine Natter schlängelt sie sich durchs Tal. Beinahe elegant. Ach wäre sie nur ebenso lautlos unterwegs. Das Problem mit dem Bahnlärm habe ich bereits in der ersten Nacht auf der Burg begriffen. Statt Schafen habe ich Züge gezählt. Ergebnis: zu viele.

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Tausche Mosel gegen Rhein

von

Ich ziehe die Tür hinter mir zu. Keine Zugbrücke, die an schweren Ketten emporgezogen werden muss. Nur eine Tür. Petrolfarben ist sie. Jedenfalls glaube ich, dass es Petrol ist. Abschließen soll ich sie. Den Rat hat mir der Burgverwalter mit auf den Weg gegeben. „Sonst stehen die Touristen auf einmal bei dir in der Wohnung drin“, sagte er und lachte. Vielleicht lasse ich es mal drauf ankommen.

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Alles neu macht der Juni

von
Christoph Bröder

Aller guten Dinge sind drei. Nur eine Redewendung. Denn einer geht noch, einer geht ja bekanntlich immer noch rein.

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