Pures Gold: Doro Peschs Musikvideo „Let love rain on me“, 2004 gedreht auf Burg Sooneck

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Schmacht! Doro Pesch am Mittelrhein!

Fundgrube Internet: Im Jahr 2004 drehte Rockmusikerin Doro Pesch ein Musikvideo auf Burg Sooneck. Ihre Single „Let love rain on me“ war in Deutschland mäßig erfolgreich. Weiter südlich allerdings wurde der Song ein richtiger Hit. Eine kleine Anekdote aus der jüngeren Geschichte von Burg Sooneck.

Schmachtende Blicke bei Kerzenschein, langhaarige Männer in schwarzem Leder, Doro Peschs Haare von den Winden der Sooneck verweht; und im Hintergrund wird fleißig im Steinbruch geschafft. Wenn das nicht Rock’n Roll ist…

Vor zwölf Jahren drehte Doro Pesch das Video “Let love rain on me” auf der Burg. Der ungewöhnlich ruhige Kuschelrocksong – Doro Pesch steht ja sonst eher für Heavy Metal – handelt vom Versuch, eine verflossene Liebe zurückzugewinnen. Und wo könnte das besser gelingen als auf der Rosen umrankten Sooneck, bei einem Dinner mit Kerzenschein und Rotwein (hoffentlich aus der Region!)?

Auch Burgverwalter Klaus Collerius, damals gerade zwei Jahre im Amt, kommt ein bisschen ins Schwärmen, als er sich an den Dreh erinnert: „Das war eine ganz nette Frau, sehr sympathisch. Sie hat sogar ein Autogramm dagelassen; unterschrieben und mit rotem Lippenstift sogar noch einen Kuss drauf gemacht.“ Der Verbleib der Autogrammkarte ist leider ungeklärt, genauso wie das genaue Datum des Drehs im Sommer 2004. Ein Montag war es in jedem Fall, denn auch heute noch ist die Burg an diesem Tag für Besucher geschlossen. Bis 22 Uhr wurde gedreht. Für das Candlelight-Dinner ab Minute 01:51 im Video sollte es schließlich schön schummrig sein.

In einem Interview mit dem Journalisten Tony Cannella von der Zeitschrift “Metal Maidens” äußert sich Doro selber zu dem Dreh auf der Burg:

„It was actually filmed in an old castle in Germany called Sonneck (sic!). I always wanted to do a concert or video in a castle. Actually, one time we played in a castle but it was many, many years ago and I always thought doing a video at a castle would be great. We tried to find a castle where people would allow us to do that and actually this castle, some people didn’t take care of it. They said we could even film there for free. The day we shot the video, it was a very rainy day and we weren’t allowed to get in so we just shot it outside. Sometimes it was a struggle with the weather, but it worked. It was a great location.“

Tatsächlich erlaubte man Doro, umsonst auf der Burg zu drehen. Schließlich wäre das ja auch Werbung für die Burg, hieß es damals. Ob die Werbeeffekte tatsächlich eingetreten sind, darf allerdings bezweifelt werden. Das Video wurde nie im Musikfernsehen gespielt, räumt Doro im oben zitierten Interview ein. Großer Erfolg war der Rockballade in Deutschland damit nicht vergönnt. Der Song erreichte lediglich Platz 65 der Singlecharts. Anders in Spanien: Dort landete Doro mit der spanischen Version “Llueva en Mi Tu Amor” einen Top Ten-Hit und erreichte Platz Sieben in den Charts. Kurioserweise zur gleichen Zeit, als auch Rammstein mit ihrem Song „Mein Teil“ auf Platz zwei in Spanien waren. Deutschrock, Olé!

 Deutsch rockt: Die spanischen Charts im August 2004.

2 Kommentare

  • Ob Ritchie Blackmore auch schon auf der Sooneck war? Er sagt von sich, dass er wohl schon alle Burgen und Schlösser in Deutschland besucht hat und gerne im Rheintal Auto fährt. Morgen spielt er mit Rainbow auf der Loreley.